Soviel vorneweg: Ich bin positiv überrascht über den Kurs Teamarbeit 2.0. Ich habe doch einige Tools kennengelernt und werde in Zukunft einige davon auch anwenden. Es scheint mir klar, dass das Web immenses Potential besitzt um Teamarbeit effektiv zu gestalten und auch andere Bereiche des Lebens zu vereinfachen. Das Problem sehe ich darin, dass es relativ schwierig ist sich im Dschungel der vielen Applikationen, Webseiten und Dienste im Web 2.0 zurecht zufinden und diese Tools sinnvoll nebeneinander zu koordinieren. Das kann dazu führen, dass viele sich dazu entscheiden die Möglichkeiten des Web 2.0 gar nicht zu nutzen. Auch ich werde, obwohl ich viele tolle Tools kennengelernt habe, nur einige wenige dauerhaft anwenden, dazu gehören Google Docs, Slideshare, Blogger und mein persönlicher Favorit Dropbox. Dropbox ist wirklich sehr gut konzipiert: Es fügt sich nahtlos ins System ein und synchronisiert die ausgewählten Ordner automatisch. Zusätzlich schafft Dropbox den Spagat zwischen Cloud-Computing und dem herkömmlichen Speichern von Daten auf dem lokalen Datenträger herrvorragend: Alle Dateien können jederzeit im Dropboxordner gespeichert werden und werden automatisch aktualisiert sobald eine aktive Internetverbindung vorhanden ist. So ist netzunabhängiges Arbeiten kein Problem und lange Downloadzeiten für grosse Dateien sind inexistent.
Der momentane Dschungel an Applikationen und die Schwierigkeit der Koordination dieser bringen mich, als BWL-Student, noch zu einer anderen Hypothese, nämllich, dass auch auf diesem Markt eine Konsolidierung stattfindet und stattfinden wird und viele Tools nicht oder nur in Nischen überleben werden. Nun was bringt mich zu dieser Hypothese? Ich versuche euch dies mittels zweier theoretischen Ansätzen näher zu bringen. Erstens: Alle Plattformen des Web 2.0 sind per Definition noch sehr jung (der Begriff wurde 2003 zum ersten Mal verwendet), so ist Facebook beispielsweise gerade mal 6 Jahre alt. Nun gibt es dazu eine Theorie aus dem Technologiemanagement (aus dem Fach IMT bekannt) die besagt, dass sich im Laufe der Zeit ein Dominat Design durchsetzt und danach die Anzahl der Wettbewerber wieder abnimmt. Mag sich jemand noch daran erinnern, dass vor einigen Jahren noch einige Suchmaschinen gab, die auf Augenhöhe miteinander in Konkurrenz standen? Altavista, Yahoo, Lycos um nur einige davon zu nennen. Doch wie bekannt ist, hat sich Google mit der Zeit durchgesetzt und die anderen Suchmaschinen spielen heute nur noch eine Nebenrolle. Nun Suchmaschinen sind zwar Erfindungen des Web 1.0, aber ich wage zu behaupten, dass sich im Web 2.0 derselbe Effekt festellen lässt. Dazu kommt, das im Web 2.0 Netzwerke eine grosse Rolle spielen und auf dieses Phänomen lässt sich der Netzwerkeffekt, auch bekannt als Metcalfe's Law, ganz treffend verwenden: Gemäss dieser Theorie nimmt der Nutzen eines Netzwerkes mit der Anzahl seiner Mitglieder überproportional zu. Dieser Effekt lässt sich momentan gut bei Facebook feststellen, dass andere Social Networks in weiten Teilen der Welt immer mehr verdrängt. Falls dies auch für andere Web 2.0 Anwendungen zutreffen würde, werden wir in Zukunft einige der Dienste auf dem Bild "Social Media Landscape" nicht mehr oder nur noch in Nischen antreffen. Ich betrachte diesen Umstand aber nicht als schlimm, dadurch wird es für die Nutzer einfacher miteinander zusammenzuarbeiten und das Wirrwar an Web 2.0 Plattformen ein bisschen entwirrt.Ich bin auf jeden Fall gespannt, was sich in diesem sich rasant entwickelnden Bereich auch in Zukunft tun wird und werden dessen Entwicklung auch in Zukunft verfolgen. Der Kurs Teamarbeit 2.0 hat mir die Augen geöffnet, welche Möglichkeiten in diesem Bereich bestehen und wie sich diese Nutzen lassen. Dafür bin ich sehr dankbar. Zum Schluss noch ein Youtube Video über die Entwicklung des Web 2.0.





